Telex - Telefax
Das Telex als Mittel zur Übertragung von Texten kam in den 1930er Jahren auf und bildete 50 Jahre lang besonders für Firmen die schnellste Möglichkeit zur Übermittlung von Nachrichten. Das erste Fernschreibgerät wurde in Deutschland 1933 eingesetzt. Erst in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde es von neuen Erfindungen wie dem Telefax und später dem Internet abgelöst. Beim Telex-System verfügte jeder Teilnehmer über eine eigene Telexnummer, Nachrichten wurden über eine Handvermittlung (HV) oder eine automatische Vermittlung, in Deutschland TW 39 genannt (TW = Teilnehmerwahl), vom Sender zum Empfänger weitergeleitet. Ab etwa 1970 wurde von der Firma Siemens das neue automatische System ED1000 eingeführt. Das Telexsystem bot zwar einerseits eine hohe Sicherheit der Datenübertragung, war aber bedingt durch eine geringe Übertragungsrate langsam und erforderte spezielle Datenleitungen. Die damit verbundenen Kosten führten dazu, daß das Telex praktisch ausschließlich von Firmen, Banken und Behörden verwendet wurde und keine private Nutzung erfuhr. Im Gegensatz dazu sind die Telefaxgeräte wesentlich kostengünstiger im Unterhalt und in der Anschaffung.
Hier funktioniert die Datenübertragung über die schon vorhandene Telefonleitung, was ein eigenes Leitungssystem überflüssig macht. Außerdem bieten Telefaxgeräte die Möglichkeit der Übertragung von Bildern oder Zeichnungen, während das Telex auschließlich Textnachrichten weitergeben kann. Das Telefax ist somit nichts anderes als ein Fernkopiergerät, wie es im Prinzip schon 1843 als Kopiertelegraph in Schottland erfunden wurde: eine Vorlage wird vom Sendegerät eingescannt und in elektronischer Form an das Empfangsgerät weitergeleitet, wo es dann ausgedruckt wird. Die einfache und kostengünstige Bedienung haben das Telefax zu einem geschäftlich und privat vielbenutzten Mittel zur Nachrichtenübertragung gemacht, wenn sich auch in den letzten Jahren der Schwerpunkt der Datenübertragung mehr und mehr auf das Internet verlagert.
